Angegriffen wurden die Städte Zliten und Djofra, wie die Agentur Reuters am Montag unter Berufung auf libysche Medien meldete. Wann die Angriffe stattgefunden haben, blieb zunächst unklar. In Libyen liefern sich die Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi seit Februar erbitterte Gefechte mit der Opposition, die Gaddafis Rücktritt fordert. Die Aufständischen werden von westlichen Staaten militärisch unterstützt und kontrollieren viele Gebiete in Ostlibyen. Seit März fliegt die Nato Luftangriffe gegen vom Gaddafi-Regime kontrollierte Militäranlagen und Städte in Libyen. Der UN-Sicherheitsrat hatte am 17. März mit der Resolution 1973 das Tor für das internationale Eingreifen geöffnet, um die Zivilbevölkerung in Libyen zu schützen und Waffenimporte für Gaddafi unmöglich zu machen. Frankreich, Italien und Katar haben die von Rebellen aufgestellte Parallelregierung bereits offiziell anerkannt. Auf der Seite Gaddafis kämpfen unter anderem Milizen aus vielen afrikanischen Staaten. Gaddafi bezeichnet die Aufständischen als Al-Qaida-Terroristen. Menschenrechtsorganisationen sprechen von tausenden Todesopfern in Libyen.
29 Mai 2011 - 19:30
News ID: 244405
Nato-Flugzeuge haben erneut Angriffe auf Westlibyen geflogen und mindestens elf Menschen getötet.